Gewerkschaft Erziehung und WissenschaftAnsprechpartnerinnen bzw. Ansprechpartner Marianne Demmer, Stellvertretende Vorsitzende und Vorstandsmitglied für den Bereich Schule Martina Schmerr, Referentin, Vorstandsbereich Schule (martina.schmerr( bei)gew.de) Internet: www.gew.de
Sitz Reifenberger Str. 21, 60489 Frankfurt am Main
Mitgliederzahl 250.000 (davon ca. 70% im Schulbereich, 30% der Mitglieder kommen aus den Bereichen Kindertagesstätten, Jugendhilfe und Sozialarbeit, Hochschule und Forschung, Studierende, Berufliche Bildung, Weiterbildung und Erwachsenenbildung)
Zeitschrift Erziehung und Wissenschaft, Zeitschrift der Bildungsgewerkschaft GEW Auflage: 250.000 (geht an alle Mitglieder) plus die jeweilige Zeitung des GEW-Landesverbands
zentralen Aufgaben
Zweck und Aufgaben der GEW: - Wahrnehmung der beruflichen, wirtschaftlichen, sozialen und rechtlichen Interessen ihrer Mitglieder
- Ausbau der Geschlechterdemokratie
- Förderung von Erziehung und Wissenschaft und Ausbau der in deren Diensten stehenden Einrichtungen
Die Mittel zur Erreichung dieses Zweckes sind z.B.: - Meinungs- und Willensbildung, Versammlungen, Tagungen, Kurse und Gremienarbeit
- Fortbildung der Mitglieder
- Rechtsschutz und kollegiale Hilfe
- Abschluss von Tarifverträgen
- Zusammenarbeit mit Parlamenten, Körperschaften, Organisationen, anderen Gewerkschaften (auch international)
- Einflussnahme auf die Öffentlichkeit durch Pressearbeit
derzeit wichtigsten Themen
Für den Schulbereich sind derzeit wichtige Themen: - Schulstruktur: Eine Schule für alle – länger gemeinsam lernen
- Lehren und Lernen in heterogenen Gruppen
- Qualität von Schule / Leistungsvergleiche
- Professionelles Selbstverständnis von Lehrkräften
Allgemeine Themen von Wichtigkeit: - Orientierung an einem humanen Menschenbild und einer umfassenden Allgemeinbildung – gegen die Ökonomisierung der Schulen und ihre Unterordnung unter wirtschaftliche Interessen
- Erhalt der Staatlichkeit des Schulwesens – Gerechtigkeit, Chancengleichheit und Nachhaltigkeit als Leitbegriffe; keine Privatisierung und Kommerzialisierung
- Größere pädagogische Eigenständigkeit und Demokratisierung der Schulen – keine pädagogische Gleichmacherei durch Standardisierung der Inhalte und zentrale Abschlüsse
- Qualitätsentwicklung durch Kommunikation und Kooperation, Steigerung der Abiturienten-, Senkung der Schulabbrecherquote – kein Konkurrenzsystem mit Schulranking etc.
- Langes gemeinsames Lernen in der Einen Schule für Alle – gegen frühe Aussonderung nach kognitiver Leistungsfähigkeit, sozialer und ethnischer Herkunft sowie gegen Ausgrenzung von Menschen mit Handicaps und Behinderungen
Erwartungen an die Mitgliedschaft in der Initiative Wir hoffen auf eine Verbreitung der Idee des Längeren gemeinsamen Lernens und den Abbau von Vorbehalten unter den Beteiligten (Lehrkräfte, Eltern, SchülerInnen aber auch Öffentlichkeit, Politik, Verwaltung, Verbände und andere gesellschaftliche Kräfte). Eine Entwicklung des Schulwesens weg von der Selektion hin zur individuellen Förderung ist ein zentrales Ziel der GEW. Die Initiative könnte dazu beitragen, der gelegentlichen Etikettierung der Forderung des Längeren gemeinsamen Lernens als „rückwärtsgewandt“ eine positive, zukunftsorientierte „Strahlkraft“ zu verschaffen. Von entscheidender Bedeutung für die Wirkung der Initiative dürfte dabei ihre vielfältige Zusammensetzung sein. Zugleich erhoffen wir uns, dass die Initiative über die bildungspolitischen und öffentlichkeitswirksamen Botschaften hinaus Schulen und alle daran Beteiligten (Lehrkräfte, Eltern und SchülerInnen), die im bestehenden gegliederten Schulwesen etwas in die o.g. Richtung verändern wollen, dabei motiviert, unterstützt und begleitet. In diesem Zusammenhang ist uns das bekannt Machen von konkreten Beispielen aus der Praxis und Instrumenten für die Praxis wichtig. |